Adolf Kolping Bio
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Tut jeder in seinem Kreis das Beste, wird’s bald in der Welt auch besser aussehen.

Adolph Kolping (1813 - 1865)
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Kolping klingt gut

Vor 70 Jahren: 13 junge Musiker bildeten ein Ensemble

 Hans Vogel  05.02.2022 | Stand 04.02.2022, 22:14 Uhr

Das Kolping-Jugendorchester Anfang der 1950er Jahre. Das Foto des Jugendorchesters entstand auf der damals noch kleinen Bühne des Kolpingsaals. Das Orchester war eingerahmt von Vertretern der Kolpingfamilie. Zweiter von rechts ist der spätere Bürgermeister Alois Reitbauer. Er war von der Wiedergründung der Kolpingfamilie bis zum Jahr 1992 ihr Vorsitzender. Neben ihm steht der damalige Präses Rudolf Braun. Emil Jarolim ist in der mittleren Reihe der Musiker zu sehen, und zwar als zweiter von links. −Repro: Hans Vogl

Regen. Die Kolpingsfamilie kann Ende März das 75-jährige Jubiläum ihrer Wiedergründung begehen. Bei den Recherchen zu einer aus diesem Anlass erscheinenden Artikel-Serie fand sich im Archiv ein altes Foto, das heute vorgestellt werden soll.

Die Geschichte zu dieser Aufnahme, die das seinerzeitige Kolping-Jugendorchester zeigt und die um 1951 entstanden sein dürfte, verdanken wir Emil Jarolim. Er war zur dieser Zeit 15 Jahre alt, gehörte schon zur Kolping-Jugendgruppe und spielte von Anfang an in diesem Orchester mit. Orchester war ein ambitionierter Name, aber mit Blick auf die 13 jungen Musiker und die Besetzung durchaus berechtigt. Es gab fünf Geigen, drei Gitarren, zwei Akkordeons, Klarinette und Schlagzeug. In den Nachkriegsjahren war das zur Verfügung stehende Sortiment der Instrumente traditionell ausgerichtet und an Verstärker oder gar Elektronik war nicht einmal zu denken. Ausschlaggebend war die jugendliche Begeisterung für die Musik und die Freude, wieder musizieren zu können. Das Repertoire des Jugendorchesters war vielseitig. Man spielte bei Veranstaltungen im Kolpingsaal, aber auch bei anderen öffentlichen Anlässen waren die talentierten jungen Musiker zu hören. Der Erfolg setzte fleißige Probenarbeit voraus, aber dieser unterzog man sich gerne, denn das Leben hatte nach den zurückliegenden schweren Jahren wieder eine neue Qualität erhalten. Die Kolpingfamilie trat in dieser Zeit auch schon mit einer Theatergruppe in Erscheinung, deren Aufführungen stets einen voll besetzten Saal garantierten.