Adolf Kolping Bio
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Das Glück der Menschen liegt nicht in Geld und Gut, sondern es liegt in einem Herzen, das eine wahrhafte Liebe und Zufriedenheit hat.

Adolph Kolping (1813 - 1865)
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Die Schöpfung bewahren- (nicht nur) ein Kolpingthema

„Kolping sieht sich in der Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung“ lautet die Ziffer 93 des Leitbildes des Kolpingwerkes Deutschland – Grund genug, sich mit diesem Thema beim diesjährigen Familienwochenende der hiesigen Kolpingsfamilie im Ferienhaus Lambach gründlich auseinanderzusetzen. Die Vielschichtigkeit dieser hochaktuellen Thematik erlaubt es nicht sich mit allen Aspekten auseinanderzusetzen, und deshalb setzte man Schwerpunkte, die Vorsitzender Karl-Heinz Barth bei der Begrüßung und Einführung in das Wochenende am Freitagabend den Teilnehmern näherbrachte. Zu diesem Anlass gab es auch eine PowerPoint Präsentation, die vom evangelischen Pfarrer Matthias Schricker, selbst Kolpingmitglied und an diesem Wochenende leider verhindert, zu dieser Thematik vorbereitet worden war.

Am darauffolgenden Vormittag gab es dann zwei Schwerpunktthemenbereiche, vorbereitet und durchgeführt von der Grundschullehrerin Lieselotte Hackl. Zum Bereich „Von der Kakaobohne zur Schokolade“ erarbeiteten die überwiegend jugendlichen Teilnehmer nach einem kurzen Einführungsfilm an verschiedenen Stationen, wie und unter welchen Bedingungen die Schokolade zu uns gelangt und warum es Sinn macht beim Kauf darauf zu achten, ob diese fair gehandelt wird oder nicht. Denn nur bei solchen Produkten wird vermieden, dass wir diese vor allen Dingen der Schwerstarbeit von Kindern zu verdanken haben, welche dadurch obendrein ohne Bildungschancen diesen Teufelskreis der Kinderarbeit nicht verlassen können.

Der zweite Themenschwerpunkt drehte sich um den Bereich des Plastikmülls, der vor allem durch die Verschmutzung der Meere zu einem ernsten Problem unserer Zeit geworden ist und nicht nur die Artenvielfalt der Tier-und Pflanzenwelt bedroht, sondern über die Nahrungskette den Weg in unseren Körper zurückfindet. Auch hier gab es viele Fakten über die Entstehung und Verwendung von Kunststoff sowie Tipps und Hinweise dazu,  wie und in welchen Bereichen Plastik durch natürliche Materialien ersetzt werden könnte oder was jeder Einzelne sonst noch alles dazu beitragen kann, um den anfallenden Plastikmüll zu reduzieren.

Und nachdem es der Wettergott mit den Kolpingleuten an diesem Wochenende besonders gut meinte, konnte man am Nachmittag den Umweltgedanken mit einem Spaziergang im nahegelegenen Arracher Moor weiter vertiefen. Rita Koller hatte die Idee zu dieser kleinen Exkursion durch die wegen seiner Geologie sowie Flora und Fauna weltweit einzigartigen Landschaftsform, und hatte sich für den einen oder anderen kurzen Halt bei den vorhandenen Informationstafeln bzw. Glaskunstwerken  einige nachdenkliche, zur Thematik passende Worte überlegt.

Die Spiritualität, auch ein wesentliches Merkmal der Kolpingidee, erhielt natürlich auch ihren gebührenden Platz an diesem Wochenende, man fand immer wieder Zeit, unter Leitung von  Lieselotte Hackl und Gitarrenbegleitung durch Dr. Stefan Wechsler die musikalische Gestaltung des Sonntagsgottesdienstes vorzubereiten und einzuüben, rhythmisch aufgepeppt durch Sebastian Bichler mit seinem Cajon. Und – beim Sonntagsgottesdienst verzichtete der Hausgeistliche auf seine Predigt zugunsten der Regener Kolpingleute, die die Gelegenheit bekamen, stattdessen einen Teil der eingangs erwähnten Gedanken von Pfarrer Schricker vorzutragen.

Zwischendrin nutzen die vielen Jugendlichen und Kinder immer wieder die im und ums Haus angebotenen Freizeiteinrichtungen, vom Minigolfplatz über Tischtennisräume bis hin zur hauseigenen Turnhalle, wo man sich dann auch unter Leitung von Lehrerin Marion Lippl sportlich betätigen konnte.

Und bevor es dann am Sonntag nach dem gemeinsamen Mittagessen wieder nach Hause ging, waren schon von einigen Teilnehmern bereits wieder Anregungen für das nächste Jahr zu hören, denn die bereits seit Jahrzehnten durchgeführten Familienwochenenden sind fester Bestandteil des Kolpingjahres und alle zeigten sich erleichtert, dass es heuer nach zweijähriger Corona Pause endlich wieder geklappt hat und – die Plätze für nächstes Jahr sind bereits gebucht!