Adolf Kolping Bio
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Wie übel wären wir dran, wenn unsere Hoffnung auf Menschen beruhte.

Adolph Kolping (1813 - 1865)
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Bei Kolping ging die Post ab

Christian Koller zeigte sich als Derblecker in Bestform bei der Josefifeier

Liefen bei der Kolping-Josefifeier zur Höchstform auf: Kabarettist Christian Koller (links) und sein Begleiter am Keyboard,Stephan Reindl (Mitte). Mit im Bild Kolpingvorsitzender Karl-Heinz Barth. − Foto: Lösl

Liefen bei der Kolping-Josefifeier zur Höchstform auf: Kabarettist Christian Koller (links) und sein Begleiter am Keyboard,Stephan Reindl (Mitte). Mit im Bild Kolpingvorsitzender Karl-Heinz Barth. − Foto: Lösl

Regen. Der heilige Josef ist der Schutzpatron des gesamten Kolpingwerkes, somit hat sein Namenstag für die Kolpingmitglieder eine ganz besondere Bedeutung. In Regen wurde dieser Ehrentag, hier Josefifeier genannt, am vergangenen Samstag gebührend gefeiert.

Wie es sich für einen katholischen Verein gehört, ging der weltlichen Feier ein feierlicher Gottesdienst voraus. Der Kolpingchor unter der Leitung von Stephan Reindl gab der Eucharistiefeier den musikalischen Glanz, Stadtpfarrer und Kolping-Präses Ludwig Limbrunner skizzierte in seiner Predigt Parallelen vom Wirken des heiligen Josef und des seligen Adolph Kolping.

Mittlerweile im Kolpingsaal angekommen, konnte Vorsitzender Karl-Heinz Barth die Gäste und Protagonisten des Abends, die Kattersdorfer Klarinettenmusi und den Chef-Derblecker Christian Koller mit seinem Begleiter auf dem Keyboard, Stephan Reindl, herzlich begrüßen.

¨Ab die Post¨, so lautete das Motto der diesjährigen Veranstaltung, die durch ständigen Wechsel von Redebeitrag und Singspiel sehr kurzweilig war. Am Anfang nahm sich der Künstler selber auf dem Arm, in dem er seine Mühen schilderte, für das Derblecken 2015 etwas aufs Papier zu bringen.

So hörte man im Singspiel die Stoffsammlung, bestehend unter anderem aus Viechtacher und Zwiesler, Typen vom Stadtrat und einem Zusammenhang zwischen der Gotteszeller Bahn und Stoibers Transrapid. Mit ¨Decke auf, was uns die Marcher Schule kost, sattle deinen Pegasus und ab geht die Post¨, endete das Lied.

Nun galt es, in einem Redebeitrag das heutige Motto zu erläutern. Hinter Post verberge sich eigentlich der Begriff ¨Personen ohne sinnvolle Tätigkeit¨. Mit dem Hinweis, dass der Ehrenvorsitzende Heinz Degen auch mal ein Postler war, war man schon im Zentrum des Derbleckens angelangt. Ilse Oswald meine es mit den Bürgern nur gut, wenn sie Straßen herabstufen lässt, damit Minister Dobrindt darauf keine Maut erheben kann.

Die Aussage von Minister Brunner, in Zwiesel gäbe es das beste Bier, kommentierte Koller mit: ¨Ein Nüchterner sagt so etwas nicht!¨ Verschiedene Einrichtungen und Personen wurden auf den Arm genommen. So wurde die Bundeswehr als Leyentruppe bezeichnet und festgestellt: Wenn der Köckeis Mich glaube, er sei ¨Herr der Inge¨, dann unterliege er einem schweren Irrtum. Sepp Ernst und Werner Rankl würden ihre Partei am liebsten in ¨Freibierwähler¨ umbenennen. Festgestellt wurde, dass Schlüsselpositionen im Landkreis, darunter auch der Kolpingvorsitz, von Bodenmaisern besetzt wurden und sich das eigene Berufsbildungszentrum mit einer ¨Saubärnlandisierung¨ auseinandersetzen muss.

Mit dem zweiten Singspiel ¨Du bist so komisch anzuschaun¨ wurde der Dauerbrenner Regener Stadtplatz aufs Korn genommen. Statt Lebensfreude verbreite sich Langeweile nur, ein Rohrbruch machte der Apotheke im Sternhaus den Garaus, mal durfte man längs, mal quer parken, der neue Christbaum wirkte optisch wie ein böser Traum, und auch zur Adventszeit sah man keinen Menschen weit und breit, weil der Weihnachtsmarkt in den Kurpark verlegt wurde. Bei der Bezeichnung ¨Soachrinn’¨ für den freigelegten Bach musste Bürgermeisterin Ilse Oswald ihre Nase sichtbar rümpfen.

Im folgenden Redebeitrag ging es um die Kurie und dem Klerus im Allgemeinen. Der Schlager ¨Tür an Tür mit Alice¨ wurde umgetextet, und Koller stellte fest, dass der neue Stadtpfarrer jetzt nicht mehr Tür an Tür mit Wilhelm wohnen kann, statt dessen jetzt Tür an Tür mit Alois, haben beide doch die gleiche Haartracht.

Den längsten Lach-Beifall gab es bei Frage an das Publikum: ¨Stellen Sie sich vor, Sie müssen von Zwiesel aus durch den Riedbergtunnel mit dem Auto nach Stuttgart fahren…¨ Die ältere Generation habe einen Wunsch nach unendlicher Fitness nach dem Motto: ¨Turne in die Urne!¨ Marathonmann Karl-Heinz Barth lasse die Zusammenkünfte immer zu Marathonsitzungen ausufern.

Das Publikum quittierte die Leistungen von Christian Koller und Stephan Reindl mit lang anhaltendem Applaus, so dass beide um eine Zugabe nicht herum kamen. Das Themenlied aus dem letzten Jahr ¨Krei mi¨ bildete den Abschluss des Derbleckens. Die Katterdorfer Klarinettenmusi spielte noch bis Mitternacht.

Verfasser: Karl-Heinz Barth, VÖ BB 25.03.2015